Schattenwurf
Je nach Wetter und Sonnenstand können die Rotorblätter der Windenergieanlagen Schatten werfen. Dieser wird bei drehendem Rotor als „Schlagschatten“ bezeichnet. Wir, als Vorhabenträger, lassen standardmäßig von einem unabhängigen Gutachter Schattenwurfprognosen unter Berücksichtigung von bspw. Topografie, Bebauung und Baumhöhen für die nächstgelegenen Wohnhäuser erstellen. Anhand dieser kann die astronomisch maximale und tatsächlich wahrscheinliche Dauer des periodischen Schattenwurfs je Wohnhaus berechnet werden. Diese Gutachten sind Teil des Genehmigungsverfahren und werden von den zuständigen Behörden überprüft.
Die Windenergieanlagen sind standardmäßig mit Abschaltautomatiken ausgestattet, die die Sonnenscheindauer mit Hilfe von Sensoren berechnen und automatisch abschalten, sobald die gesetzlichen Vorgaben für den periodischen Schatten überschritten werden (30 min pro Tag und 30 Stunden pro Jahr). Hierfür werden Abschalt-Algorithmen für jedes Gebäude im Einwirkbereich einprogrammiert, die auf Grundlage der Gutachten erstellt werden.
Eine erste interne Prognose hat ergeben, dass höchstwahrscheinlich lediglich geringfügige Abschaltzeiten aufgrund des Schattenwurfs entstehen könnten (vgl. Karte). Hierbei ist zu beachten, dass die Karte das astronomische Maximum ausgibt, dieses geht davon aus, dass die Sonne tagsüber dauerhaft scheint und die Anlagen sich immer drehen, sodass in der Realität die Beschattungsdauer viel geringer ist (meteorologisch wahrscheinliche Beschattungsdauer).
Lilian Kruse
Projektleiterin
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